Liebe Kolleg*innen,

verständlicher Weise erreichen uns in unterschiedlichen Kontexten Anfragen zum Stand der Dinge der Synodenumsetzung. Hier und da gibt Verunsicherungen, wer denn jetzt für was zuständig ist oder wie und wann sich Dinge verändern werden.

SoMAV und Dienstgebervertreter führen zu vielfältigen Aspekten in unterschiedlichen Settings Gespräche, um Klärungen herbeizuführen. Es ist, wie so oft, ein mühsames Geschäft. Manche gedachten Klarheiten sind plötzlich wieder unklar … manche neue Entscheidungen stellen vorherige Entscheidungen wieder in Frage.

Insgesamt also eine sehr bewegte Zeit.

Mit dieser Info möchten wir euch über Themen und Fragen, die uns allen unter den Nägeln brennen, mit unserem derzeitigen Wissensstand für euch beleuchten.

Gerne treten wir mit euch zu diesen oder weiteren Fragen in Kontakt … meldet euch per Mail oder Telefon bei einem SoMAV-Mitglied. Vielleicht können wir helfen.

Es grüßt euch herzlich im Namen der SoMAV

Markus Krogull-Kalb

Vorsitzender der SoMAV

 

Büro des Pastoralen Raums

Mit der Bildung des Pastoralen Raums (01.01.22 bzw. 01.01.23) hat der KGV des PastRaums (PastR) noch nicht automatisch ein Büro eingerichtet.

Zunächst handelt es sich bei den vorhandenen Büros weiterhin um eine Dienststelle des Bistums.

Für den Übergang des Büros der Pastoralen Räume aus der Bistumsträgerschaft in die Trägerschaft des KGV PastR ist es notwendig. dass die Verträge auf den KGV PastR übergehen und die Organe konstituiert sind.

Wenn der Generalvikar dann die Geschäftsfähigkeit feststellt, geht die Trägerschaft des Büros Pastoraler Raum an den KGV PastR über. Es gibt dann dort keine Dienststelle des Bistums mehr.

Für die Zuständigkeit der SoMAV für die pastoralen Mitarbeitenden ist dies unerheblich. Die SoMAV ist immer zuständig.

Solange das Büro des PastR eine Dienststelle des Bistums ist, ist die MAV V für die Angelegenheiten der Dienststelle zuständig, wie bisher für die Dekanatsbüros.

Neu ist, dass ab dem Zeitpunkt des Übergangs des Büros an den KGV PastR dort, soweit die Bedingungen zur Bildung einer MAV gegeben sind, eine Orts-MAV gebildet werden kann. Dort haben auch die pastoralen Mitarbeitenden ein aktives und passives Wahlrecht.

Die MAV V verliert ihre Zuständigkeit.

Die GR kennen dies bereits: sie werden von der SoMAV vertreten und haben gleichzeitig ein aktives und passives Wahlrecht in der MAV des KGVs der Kirchengemeinden, in denen sie arbeiten.

Man nennt dies ein sogenanntes Doppelmandat. 

Die pastoralen Mitglieder des Leitungsteams sind mitarbeitervertretungstechnisch der SoMAV zugeordnet, die nichtpastoralen Mitglieder werden erst ab dem Zeitpunkt des Übergangs des Büros an den KGV PastR der SoMAV zugeordnet.

Aus Sicht der SoMAV ist dringend zu klären, ob, wenn die ersten GR am 01.01.23 dem PastR zugeordnet werden sollten, die derzeitigen Büroräume der GR dann wie Außenstellen des Büros des PastR zu behandeln sind.

Für die Ausstattung der Arbeitsplätze braucht es dringend eine neue Arbeitsplatzrichtlinie. Die SoMAV hat die Dringlichkeit der Klärung dieser Frage mehrfach deutlich gemacht.

Damit einhergehend ist ebenfalls die Frage zu klären, wer die finanziellen Ressourcen für die pastoralen Arbeitsfelder der pastoralen Mitarbeitenden zur Verfügung zu stellen hat.

 

Übergang GR in den PastRaum

Geplant ist, dass für die PastR, die am 01.01.22 an den Start gegangen sind, die GR ab dem 01.01.23 dem PastR zugeordnet werden.

Für die Räume, die am 01.01.23 an den Start gehen, soll dieses Verfahren dann ein Jahr später stattfinden.

Ob dies so kommen wird, ist uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. U.U. wird sich dies alles auch um ein Jahr verzögern.

 

Stellenplan “Orientierungsrahmen”

Der ZB 1.2 hat einen Entwurf für einen neuen Stellenplan für Territorium und Kategorie - wirksam ab dem 01.01.23 - vorgelegt und in den entsprechenden Gremien beraten.

Ob es gelingen wird, diesen Stellenplan fristgerecht umzusetzen, ist noch nicht bekannt.

Maßgeblich für diesen Entwurf sind die sinkende Zahl der pastoralen Mitarbeitenden und die Anforderungen der Synode an die zukünftige Ausgestaltung der Pastoral.

 

Derzeitige Vorgesetztenverhältnisse

Mit der Bildung der PastR wurde die Fachvorgesetztenschaft bzgl. Mitarbeitenden, die jetzt schon dem PastR zugeordnet sind, dem Dekan übertragen.

Ziel ist es, dass auch andere Mitglieder aus dem jeweiligen Leitungsteam Vorgesetztenfunktion übernehmen können.

Grundlegend dafür ist die Regelung im Geschäftsverteilungsplan des PastR. Nach der Erstellung des Geschäftsverteilungsplans ist dieser dem Generalvikar zur Genehmigung vorzulegen.

Mit der Genehmigung und der Bekanntgabe an die pastoralen Mitarbeitenden, kann dann die Fachvorgesetztenschaft vom Dekan auch auf ein anderes Mitglied des Leitungsteams wechseln. Diese bezieht sich insbesondere auf die Führung von Dienstgesprächen und administrative Zuständigkeiten wie Urlaubsanträge und Fahrtkostenabrechnungen oder Krankmeldungen.

Solange GR den Pfarreien(gemeinschaften) zugeordnet sind, ist für sie der Pfarrer Fachvorgesetzter.

 

Delegierte Dienstvorgesetztenschaft

Mit der Bildung von Leitungsteams ist von Anfang an auch eine Veränderung der Zuständigkeiten in der Personalführung beabsichtigt. ZB 1.2 und SoMAV sind hier gemeinsam im Auftrag des Generalvikars an der Entwicklung eines Konzeptes für eine delegierte Dienstvorgesetztenschaft tätig.

Dabei wird die grundlegende Architektur des Zusammenspiels von Generalvikar - ZB 1.2 - Leitungsteams neu konstruiert.

Der Generalvikar ist weiterhin der Dienstvorgesetzte, der die grundlegenden Entscheidungen zum Dienstverhältnis (z.B. Arbeitsvertrag, Abmahnungen, Kündigungen, Stellenbeschreibungen) trifft.

Geplant ist, dass Aufgaben, die zur Zeit beim ZB 1.2 liegen, zum Teil an die Leitungsteams übertragen werden. Neue Aufgaben für die Leitungsteams, wie z.B. das Führen von Mitarbeitendengesprächen, sind in der Entwicklung.

Die Umsetzung der delegierten Dienstvorgesetztenschaft ist ebenfalls für den 01.01.23 in der Planung.

 

Mitarbeitende in der Kategorie

Klar ist: die SoMAV ist auch weiterhin für die pastoralen Mitarbeitenden in der Kategorie zuständig.

In diesem Bereich scheint es aber auch Veränderungen in der Zuordnung zu geben, sei es bei der Frage des Büros oder der (Fach)vorgesetztenschaft. Hierzu haben wir leider noch keine genauen Kenntnisse, wie es zukünftig aussehen wird und sind um weitere Klärungen bemüht. 

 

Stand: 07.11.2022

Loyalitätsobliegenheiten gemäß Grundordnung des Kirchlichen Dienstes – Selbstverpflichtung

Der Generalvikar von Trier, Ulrich Graf von Plettenberg, hat mit Datum vom 17. Februar 2022 eine Selbstverpflichtung veröffentlicht, in der er erklärt, dass er die Grundordnung für den Kirchlichen Dienst in den beiden Punkten nicht anwendet, die sich mit dem eingehen einer zivilen gleichgeschlechtlichen Ehe bzw. einer Wiederheirat bei bestehender gültiger kirchlicher Ehe befassen. Diese bedeutet, dass es zu keinen arbeitsrechtlichen Konsequenzen, wie z.B. einer Kündigung, in diesen Fällen kommen wird.
Die Selbstverpflichtung gilt, bis es zu einer neuen Grundordnung gekommen ist.

Der Generalvikar hatte sich schon am Anfang der Woche in einem Schreiben an der Vorsitzenden der Bischofskonferenz mit klaren Forderungen an die neue Grundordnung positioniert. Um so mehr begrüßen wir als Mitarbeitervertretung, dass er hiermit nun eindeutig erklärt hat, was dies für das Handeln des Bistums als Dienstgeber bedeutet. Für besonders bemerkenswert halten wir es, dass er dies auch für die Mitarbeitenden erklärt hat, die in den sog. verkündigunsnahen Berufen arbeiten. Wir unterstützen den Generalvikar uneingeschränkt und sind ihm für dieses Schreiben sehr dankbar. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer angstfreieren Dienstgemeinschaft. Denn, und hier teilen wir die Sicht unseres Generalvikars vollumfänglich: Arbeitsrechtliche Sanktionen im Zusammenhang mit der persönlichen Lebensführung sind nicht angemessen. 

Wir möchten als SoMAV es an dieser Stelle aber auch nicht versäumen, den Kolleg*innen und Mitstreitenden der Initiative "#outinchurch - Für eine Kirche ohne Angst." unseren Dank auszusprechen und Respekt zu zollen. Sie hatten den großen Mut, dieses oft leidvolle Thema von Diskriminierung und Angst von queeren Menschen im Dienstverhältnis der katholischen Kirche zu outen. Diese Initiative zielt aber umfassender darauf ab, menschenfeindliche lehramtliche Aussagen in Dokumenten der kath. Kirche zu korregieren. Der Weg dahin wird sicher lang - durch den Mut auch unserer Kolleg*innen aus dem Bistum Trier, die an der Initiative beteiligt sind, kommt Bewegung auf. Wir werden dies im Rahmen der mitarbeitervertretungsrechtlichen Möglichkeiten als SoMAV unterstützen.


Selbstverpflichtung des Generalvikars von Trier

Am 14.12.1989 konstituierte sich die erste Sondervertretung des Bistum Trier (SoMAV). Seit dem versucht diese besonderes Form der Mitarbeitervertretung die Interessen der Kolleg*innen zu vertreten, die an andere Rechtsträger abgeordnet sind (z.B. Lehrer*innen an staatlichen Schulen, Organist*innen und Küster*innen in Krankenhäusern (wenn sie beim Bistum angestellt sind) oder Reinigungskräfte und Sekretär*innen in den muttersprachlichen Gemeinden).

In besonderer Weise sind der SoMAV die pastoralen Kolleg*innen zugeordnet, die an vielfältigen Stellen ihren Dienst im Bistum Trier (oder auch außerhalb) tätigen.

Nicht immer waren Entscheidungen zur Veränderung der Mitarbeitervertretungsordnung für die Arbeit der SoMAV positiv. So wurde ihr beispielsweise im Laufe der Zeit das Zustimmungsrecht bei Versetzungen genommen – eine deutliche Verschlechterung im Sinne einer Arbeit auf Augenhöhe zwischen Dienstgeber und Mitarbeitervertretung.

Auf der anderen Seite ist es aber über die Jahre hinweg gelungen, zusammen mit unseren jeweiligen Dienstgebervertreter*innen, die Arbeit der SoMAV immer mehr zu profilieren. Mit etwas Stolz können wir sicher sagen, dass die Meinungen und Positionen der SoMAV Gehör finden und der Dienstgeber die Beratung der SoMAV auch deutlich einfordert.

Sicher gibt es noch viele Baustellen auf dem Weg zu einer echten partizipativen Kirche – auch und besonders was die effektive Interessensvertretung der Mitarbeitenden angeht. Da ist noch viel Luft nach oben.

Für uns als eure Mitarbeitervertreter*innen sind die jährlichen Versammlungen ein wichtiger Ort, um uns mit euch auszutauschen – damit wir eure Interessen auch wirklich vertreten können. Eure vielfältigen positiven und auch kritische Rückmeldungen sind für uns Wegweiser für die Vertretungsarbeit.

Insofern freuen wir uns auf die nächsten Jahre auf dem Weg zu einer synodalen Kirche in allen Bereichen und sind gespannt, welche Herausforderungen und Veränderungen auch die Mitarbeitervertretungsarbeit erfahren wird.

An dieser Stelle möchten wir uns für euer Vertrauen in unsere Arbeit recht herzlich bedanken.

Unser Dank gilt auch den ca. 50 Kolleg*innen, die sich in den letzten 30 Jahren für dieser Arbeit engagiert haben und so die Dienstgemeinschaft deutlich mitgeprägt haben.

Ad multos annos!

Vor einigen Jahren hat der Dienstgeber eine Regelung erlassen, wonach sich GR und PR nur auf Stellen des Orientierungsrahmen oder berufsspezifische Stellen im BGV bewerben dürfen. Gleichzeitig wurde geregelt, dass, falls man eine sonstige Stelle doch für GR oder PR öffnen will, dies in der Stellenausschreibung explizit zu vermerken ist

Als SoMAV haben wir diese Regelung von Anfang an deutlich hinterfragt – in der Praxis zeigte sich, dass ihre Anwendung immer wieder zu Komplikationen führte. In Gesprächen mit dem Dienstgebervertreter Dr. Nicolay haben wir dies auch immer wieder problematisiert, so dass es nun zu einer neuen Entscheidung gekommen ist.

Herr Dr. Nicolay hat in seiner Eigenschaft als Vertreter des Dienstgebers die Regelung aufgehoben!

Das bedeutet also, dass Bewerbungen von pastoralen Mitarbeiter*innen, die sich auf Stellen außerhalb des Orientierungsrahmens bewerben, wieder berücksichtigt werden und unter gleichen Gesichtspunkten wie alle anderen Bewerbungen behandelt werden. 

 

Gemeindereferent*innen:
 Schmitt Lydia

Schmitt, Lydia

Gemeindereferentin in der PGSt. Johann/Saarbrücken.

HP Schneider Susanne  

Schneider, Susanne

Koblenz, Gemeindereferentin und geschäftsführende Dekanatsreferentin im Dekanat Rhein-Wied

 HP Theis Patrik  

Theis, Patrik - stellvertretender Vorsitzender

Wemmetsweiler, Gemeindereferent in der PG Sulzbach

HP Trierweiler Kerstin

 

Trierweiler, Kerstin,

Prüm, Gemeindereferentin in der PG Bleialf

HP Diegler Andreas  

Diegler, Andreas

Püttlingen, Gemeindereferent in der PG Marpingen

 


Pastoralreferent*innen:

 HP Krogull Kalb Markus  

Krogull-Kalb, Markus - Vorsitzender

Koblenz, Pastoralreferent im Dekanat Koblenz

HP Gilla Lutwin

 

Gilla, Lutwin

Hüttigweiler, Pastoralreferent im Dekanat Saarbrücken

 HP Eiswirth Johannes  

Eiswirth, Johannes

Schönecken, Dekanatsreferent im Dekanat St. Willibrord Westeifel

Pesch Judith

 

Pesch, Judith

Birkenfeld, Pastoralreferentin in den Krankenhäusern 

Idar-Oberstein/Baumholder und Birkenfeld

Theobald Tobias

 

Theobald, Tobias - Schriftführer

Grafschaft, Pastoralreferent, Leiter der Fachstelle Plus für Kinder- und Jugendpastoral in Koblenz

 HP Schall Christiane  

Schall, Christiane 

Koblenz, Dekanatsreferentin in Koblenz



Die Ersatzmitglieder sind

für den Bereich der GR: Barbara Heid, Markus Göbel und Anna Rolinger

für den Bereich der PR: Andrea Rupp und Alexander Meyer